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  • SEIT 1924

  • WERKZEUGBAU

  • DRUCKGIESSEREI

  • MECHANISCHE BEARBEITUNG

  • SCHMIEDE

Geschichte

Obwohl die Tradition der Gießereigewerbe in Maribor viel älter ist, wird als offizieller Anfang von MLM die Errichtung des neuen Gebäudekomplexes am jetzigen Standort im Jahre 1924 genommen. Der kleine Gewerbebetrieb begann damit das Antlitz und die Merkmale eines Industriebetriebes anzunehmen. Das Unternehmen hatte nur 20 Beschäftigte und wurde als Fa. Ing. J. & H. Bühl, Glocken –und Metallgießerei und Maschinenbau Maribor geführt. Einer der ersten Erzeugnisse der neuen Gießerei war die größte, bis dahin im Königreich SHS gegossene, Bronzeglocke für die Franziskanerkirche in Maribor, mit dem Gewicht von 3.375 kg.

 

Zum ersten Mal wurde der Name Mariborska livarna in dem Firmenwortlaut im Jahre 1929 benutzt, als das Unternehmen im Gerichtsregister unter »Mariborska livarna in tvornica kovin inž. Hugo Lenhard & Co. – Maribor« eingetragen wurde. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Herstellung von Glocken auch auf das Gießen der Armaturen und anderen Erzeugnisse erweitert.

Beim Beginn des zweiten Weltkrieges hat das Unternehmen unter dem Firmenwortlaut »Mariborska livarna in tvornica kovin Joh. Pengg« existiert. Der Eigentümer hat das Unternehmen nach einigen turbulenten Jahren im Jahre 1931 übernommen, die Geschäftstätigkeit stabilisiert und hat die Herstellung des gezogenen Messings durch den Einkauf der großen Presse im Jahre 1936 eingeführt. Das hat nicht nur das weitere Bestehen des Unternehmens, sondern auch die weitere Entwicklung von Mariborska livarna ermöglicht. Während des Krieges hat der Eigentümer den Status des Werkes in die Zweigniederlassung des Hauptwerkes in Österreich geändert, die Geschäftsführung wurde NSDAP-treu besetzt, Mariborska livarna lag am Kriegsende in Ruinen.

Die Nachkriegsperiode begann mit dem kompletten Wiederaufbau des Werkes. Am alten Standort wurden die Halle der alten Glockengießerei, der Bereich für die Herstellung des gezogenen Messings, die Abteilung für Herstellung der Bergmannrohre und teilweise auch die Messinggießerei, wiederaufgebaut. Unzerstört bleib nämlich nur die Verwaltungsgebäude mit einigen Nebengebäuden. Mariborska livarna Maribor wurde offiziell im Jahre 1946 durch den Firmenzusammenschluss von Unternehmen Kovina, Pontos, Pasarstvo Kager, Livarna Bühl und Mariborska livarna in tvornica kovin Joh. Pengg, gegründet.


Anfang von 1946 wurde der Wiederaufbau im Wesentlichen abgeschlossen, die Produktion wurde in normale Bahnen gebracht. Beschäftigungszahl betrug 168 Mitarbeiter. Das Herstellungsprogramm wurde auf Basis der Bedarfe und aufgrund des Herstellungsprogramms der früheren Unternehmen gewählt, die neue Produktion beruhte demnach auf bereits gewonnener Technologie und auf Tradition. Im Produktionsprogramm waren gepresste und gezogene Erzeugnisse (Messingstangen, - draht und –profile), Kokillenguss der NE- Metalle, Baubeschläge und Armaturen. Obwohl die neue Produktion nicht systematisch geführt wurde, hat diese dem Bedarf des Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg entsprochen, die Beschäftigungszahlen sind gestiegen. Viele Probleme wurden durch die Erfahrungen und Erfindungen der Mitarbeiter gelöst, in den Jahren von 1945 bis 1954 hat man 196 verschiedene Verbesserungen, Erfindungen und desgleichen angemeldet, damit ist das Unternehmen in die Spitze der metallverarbeitenden Industrie der damaligen Jugoslawien gestiegen. Es wurden zwei Elektroinduktionsöfen errichtet, die ersten überhaupt in Jugoslawien.

Bereits im Jahre 1947 hat man mit der Herstellung der Schmiedeteile aus Messing begonnen, dies hat auch zur kostengünstigen Herstellung und zur höheren Qualität der Armaturen und Beschläge beigetragen. Im Jahre 1948 wurde neue Produktlinie der Zylinderbadeöfen eingeführt, die bis zum Jahre 1960 hergestellt wurde. 1949 wurden Pressteile aus Alu- und Zinklegierungen und flexible Rohre in die Produktion genommen. Zum ersten Mal im damaligen Jugoslawien wurde in einem Industriebetrieb die Druckgußproduktion eingeführt. Mit dieser Produktion wurde das Unternehmen Lieferant der sich entwickelten Maschinen-, Automotiven- und Elektroindustrie, wo die Pressteile, Kokillengußteile und Schmiedeteile benötigt wurden.

Im Jahre 1954 hat man Mariborska livarna Maribor den Plan für die Zeitperiode von 1954 bis 1960 genehmigt. Der Kern war ein anspruchsvolles Investitionsprogramm mit Schwerpunkt in der Erhöhung der Kapazitäten, erhöhten Auslastung der bestehenden Kapazitäten, Markteröffnung und Erweiterung des Produktionsassortiments. Es wurde eine 350-prozentige Kapazitätserhöhung vorgesehen.

1957 begann die Produktion der Kokillengußteile aus Kupfer- und Aluminiumlegierungen. Damit wurde die Qualität der Armaturen erhöht, es wurden neue Typen der Sanitärarmaturen eingeführt. Die Erzeugnisse wurden jetzt auch auf die anspruchsvollen Märkte in Europa und Amerika geliefert. Wegen Rohstoffbedarf wurde im Jahre 1959 die Abteilung für die Rückgewinnung der Abfälle mit der Makroseparierung der Schlacke errichtet. In dieser Zeitperiode wurden viele neue Anlagen angeschafft, u.a. Schmiedepressen WM und LU, IDRA –Anlagen für die Verformung und Aufbereitung und für die Herstellung der Kerne, Stranggussanlage VGM, Bearbeitungsmaschine Wiest.....


Bis zum Jahre 1960 hat das Unternehmen große Fortschritte gemacht, es wurden neue Räumlichkeiten errichtet und weitere Anlagen beschaffen. Es waren über 1.000 Mitarbeiter beschäftigt. Man wurde dann gezwungen, die weitere Entwicklung des Unternehmens mehr längerfristig und ganzheitlich zu planen. Mit der Rekonstruktion in 1965 ist MLM ein zeitgemäßes Unternehmen mit den zeitgemäßen Industrieprinzipien geworden.

Die neue Entwicklungsstrategie und Investitionsprogramm, die im Jahre 1963 verabschiedet wurden, haben die Grundtätigkeit des Unternehmens in drei Hauptteile aufgegliedert: Blöcke, Halbprodukte und Fertigprodukte. In dieser Zeit hat man auch die Anlagen adaptiert und Räumlichkeiten erweitert. Außerdem wurde die interne Logistik geregelt, man hat neue Garderoben und Sanitärräume für die Belegschaft errichtet. Der technologische und organisatorische Aufbau des Unternehmens wurde völlig geändert.


Das Unternehmen hat in dieser Zeit auch für die Belegschaft viel investiert. Die Mitarbeiter haben sich in der Gewerkschaft organisiert, es wurden Kultur- und Turnvereine gegründet, man hatte eine Mitarbeiterkantine errichtet, sogar eine eigene Schusterwerkstatt war vorhanden. MLM hat Ferienanlage Livar errichtet, es wurde in die Wohnungen für die Belegschaft investiert.

Im Jahre 1967 wurde das Markenzeichen ARMAL eingeführt, im Jahre 1973 noch AKLIMAT für die Produktion der Heizkörper in Lenart. Beide Markenzeichen haben in den nächsten Jahrzehnten sowohl die eigenen Produkte als auch die Firma Mariborska livarna Maribor bekannt gemacht.


Die Entwicklung der siebziger Jahre hat die Produktionsmengen immens erhöht, es wurde vor allem das Assortiment der Produkte erweitert. Der Anteil der Einhebelarmaturen und Heizkörperventile wurde erhöht.


MLM hat das schnellste Wachstum in den Jahren von 1984 bis 1993 verzeichnet, als sich die Markenzeichen ARMAL und AKLIMAT auf dem heimischen Markt und auf den ausländischen Märkten gut etabliert haben. In dieser Zeit wurden zwei große Investitionsprogramme BAKER II und BAKER III abgeschlossen. In Lenart begann man die Achsen für die Waschmaschinen zu produzieren, es wurde eine neue Vakuumschmelzerei beschaffen, das Gießen wurde weitgehend automatisiert, eine neue Produktionslinie für das Färben der Teile der Sanitärarmaturen wurde eingeführt.


Das Jahr 1983 zählt als Anfang des EDV- gesteuerten Produktionsprozesses, im Jahre 1990 hat man den ersten Industrieroboter beschaffen. 1992 wurde Badezimmerzubehör in die Marke ARMAL eingegliedert.

Nach dem Entfall der ex-jugoslawischen Märkte hat sich die Position der Fa. MLM verschlechtert, man musste nach dem Zerfall Jugoslawiens den heimischen Bedarf mit dem Export in die EU ersetzen. Der Ausfall im Verkauf war sowohl quantitativ als qualitativ groß, das Unternehmen MLM wurde weitgehend geschwächt, obwohl sehr viele Ressourcen in die Sanierung gegeben wurden.

Im Jahre 1994 war Fa. MLM ohne Rohstoffe und ohne finanzielle Mittel, es begann auch der Privatisierungsprozess. Das Unternehmen hatte wegen ständigen Änderungen in dem Geschäftsumfeld die Folgen der Wirtschaftspolitik zu tragen. Als Exporteur hat Fa. MLM sehr viel wegen Überbewertung der heimischen Währung verloren, die Folgen waren in allen Geschäftsbereichen zu spüren. Auch die Belegschaftszahl wurde in dieser Zeit verringert. In die Privatisierung wurden auch die Zertifikate der Beschäftigten und Rentner miteinbezogen, im Jahre 1997 waren diese die Haupteigentümer.


Im Jahre 1999 wurde zum ersten Mal der Name ALUTEC für Druckgießprogramm verwendet.

Ende des Jahrhunderts hat man eine »Vision der Fa. MLM für vier Jahre« verabschiedet, im Jahre 2001 zusätzlich noch die »Entwicklungsvision der Fa. MLM«. In diesem Jahr begann ein umfangreicher Investitionszyklus für die Restrukturierung der Produktion, sein Höhepunkt war im Jahre 2002. In dem Zeitraum von 2000 bis 2004 hat Fa. MLM in die technische und technologische Erneuerung und Modernisierung der Produktion 30 Mio. EUR investiert.

2003 wurde mit der Restrukturierung der Produktion in die Richtung der Produkte mit höherer Wertschöpfung begonnen. Der Strangguss der Bronzestäbe und – Rohre wurde aufgelassen, die Produktion der Messingstäbe wurde verringert. Die Produktion der Druckgussteile hat sich erhöht und im Jahre 2004 verdoppelt. In diesem Jahr hat man begonnen, die Aludruckgussteile für die automotive Industrie (VW, AUDI, BMW, OPEL) zu liefern.

Im Jahre 2004 hat man ARMAL FOND errichtet, damit wollte man das Bewusstsein der Schuljugend über die Bedeutung des qualitativen Trinkwassers wecken.

Im Jahre 2005 hat Fa. MLM die Produktion modernisiert. Die Investition in die Anlage IDRA 1750 hat die Produktion schwerer Aluteile für die Motoren im Kfz-Bereich ermöglicht. Die Modernisierung der Schmiede hat die Produktion der technologisch anspruchsvollen Schmiedeteile ermöglicht. Im Herbst hat man einen längerfristigen Vertrag mit einem namhaften Hersteller der Sanitärarmaturen unterschrieben.

Im Jahre 2006 wurde mit der Erneuerung des EDV-Informationssystems begonnen. ALUTEC hat vier Artikel mit der anspruchsvollen mechanischer Bearbeitung gewonnen, die Serienproduktion begann im März 2007 auf der Bearbeitungsanlage SAS.

2008 wurde das Umweltschutzsystem nach ISO 14001:2004 für das gesamte MLM mit den integrierten Systemen ISO 9001 in ISO / TS 16949 eingeführt. Das Markenzeichen ARMAL hat im zweiten Jahr in der Folge die Auszeichnung »Superbrands Slovenija 2008« erhalten. Im zweiten Halbjahr hat Fa. MLM die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise getroffen, das geplante Wachstum des Unternehmens wurde unterbrochen, das Unternehmen wurde auf das Niveau vom 2003 zurückgeworfen. Die Auftragslage hat sich verschlechtert, zuerst im automotiven Bereich, danach auch bei den Messingprodukten und bei den Heizkörpern. Es wurden umfangreiche Maßnahmen zur Linderung der Krise verabschiedet.

Die Rezession hat im Jahre 2009 angedauert, das war für Fa. MLM eine der schwierigsten Jahre. Die Restrukturierung des Unternehmens war unabwendbar, man hat sich für die Stützung des automotiven Bereichs entschieden und Ende des Jahres 2010 die Produktion im Kupferbereich eingestellt. Die Liquiditätsprobleme sind aber immer größer geworden. Im Jahre 2012 wurden die Tochtergesellschaften Armal d.o.o. und Sanitec d.o.o. gegründet, hierher wurden die Bereiche der Sanitärprodukte ausgegliedert, um für diese Bereiche einen strategischen Partner zu finden.

Wegen andauernden Liquiditätsschwierigkeiten wurde im April 2013 ein Konkursverfahren über die neugegründeten Gesellschaften eröffnet, über Fa. MLM wurde ein Zwangsausgleichsverfahren eröffnet. Es folgte ein Konkursverfahren über Fa. MLM-Storitve d.o.o., es wurden insgesamt 450 Mitarbeiter gekündigt. Der Zwangsausgleich der Fa. MLM wurde am 31.12.2013 rechtskräftig.

Im Jahre 2014 hat man mit den Aktivitäten zur umfassenden finanziellen und wirtschaftlichen Restrukturierung des Unternehmens begonnen, um damit eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Mit diesen Aktivitäten werden alle Geschäftsbereiche umfasst, damit wird das Vertrauen der Kunden gefestigt und Wert des Unternehmens gesteigert.

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